Intro zum Thema erweitern? Einige Anwendungsfälle und Beispiele einbauen, z. B. …
Im Folgenden beschäftigen wir uns mit einigen allgemeinen Herausforderungen und Erfolgsfaktoren, die mit Technologie und Daten verbunden sind. Wir geben handlungsrelevante Informationen in Form von Empfehlungen für Organisationen und Entscheider, die ihren Wert und Einfluss steigern möchten. Dabei handelt es sich nicht um eine vollständige Liste, sondern vielmehr um eine Hilfestellung für Gespräche zur Erkennung von Risiken sowie zur Anwendung bewährter Verfahren zur Risikominderung.
| SDI-Element | Herausforderung | Erfolgsfaktor | Empfehlung |
|---|---|---|---|
| Kuratierte Inhalte | Wenn eine SDI nicht kuratierte Inhalte von Beitragenden in einem riesigen Clearinghouse bereitstellt, können sich Endbenutzer in einem Meer von Daten verloren fühlen. | Endbenutzer können die benötigten Inhalte in Ihrem Katalog leicht finden und wiederverwenden: Dokumente, Daten-Layer, Karten, Apps, Werkzeuge und mehr. | Konzentrieren Sie sich konsequent auf ein benutzerorientiertes Design, und behalten Sie den Zweck und die Endbenutzerzielgruppe im Blick.
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| Vertrauen und Zuverlässigkeit | Endbenutzer verlieren schnell das Vertrauen in freigegebene Inhalte, wenn Links z. B. wegen geänderter Web-Service-URLs und Element-IDs nicht funktionieren, sodass Karten und Anwendungen nicht abrufbar sind. | Freigegebene verlässliche Daten werden von den Anwendern wiederverwendet. Sie haben Vertrauen in die Zuverlässigkeit und Persistenz der Daten-Layer und Web-Services. | Legen Sie den Fokus auf Zuverlässigkeit. Kommunizieren Sie Pläne zum Content-Management und Datenlebenszyklus.
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| Harmonisierte Datenmodelle | Ein Datenschema, das die gesamte Komplexität konzeptioneller Modelle widerspiegelt, kann dazu führen, dass Daten in standardmäßigen GIS-Softwarelösungen und -Anwendungen nur schwer nutzbar sind. 1 Daten, die nicht für die Verwendung in Anwendungen geeignet sind, gefährden den Zweck der SDI. | Harmonisierte Daten sind praktisch und sachbezogen für ihre jeweiligen Zwecke, Anwendungen und Zielgruppen. | Stellen Sie sicher, dass ein gemeinsames Kerndatenschema für Datenbestände verschiedene lokale bis nationale Anforderungen erfüllt und mit anderen Daten des Sektors integriert werden kann.
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| Aggregieren von Daten lokaler Behörden | Hohe Anforderungen an eine komplexe Datentransformation auf lokaler Ebene stellen ein Risiko für eine erfolgreiche Implementierung dar. | Datenmanagementmuster sind für lokale Datenanbieter leicht zu verstehen und nachhaltig. 2{::nomarkdown} | Berücksichtigen Sie die Belastung der lokalen Partner, die mit der Aufrechterhaltung der SDI verbunden ist.<ul><li>Verwalten Sie die Transformation und Harmonisierung der Daten auf den richtigen Ebenen zwischen Partnern und Koordinatoren.</li><li>Erstellen Sie eine angemessene Kostenbewertung für den gesamten Datenmanagementzyklus und die Ressourcen.</li><li>Gleichen Sie die Kosten für die Partner durch Vorteile und Anreize aus, die ein messbares Nutzenversprechen für ihre Beteiligung bieten.</li></ul>{:/} |
| Webdaten-Services und Download-Formate | Die Regulierung benutzerdefinierter Codierungsformate kann ein Hindernis für die Nutzung darstellen und die agile Einführung neuer Daten- und Interoperabilitätsstandards im Zuge der technologischen Weiterentwicklung erschweren. Fehlende APIs schränken die Nutzung seitens der Entwickler-Community ein. | Die SDI erfüllt die Erwartungen der Anwender, über dynamische Daten-Layer, Web-Services und herunterladbare Daten jederzeit und überall auf Daten und Funktionen zuzugreifen und sie zu nutzen. Entwickler verwenden APIs und SDKs, die Datenmanagement-, Analyse- und Visualisierungsfunktionen bereitstellen, um benutzerdefinierte Funktionen für bestimmte Anforderungen zu erstellen. | Wenden Sie eine Umsetzungsphilosophie nach dem Motto “Alle Wege führen zum Ziel” an.
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| Metadaten | Benutzerdefinierte Metadatenprofile können die Implementierungskosten und den Schulungsbedarf erhöhen und die Interoperabilität aufgrund einer höheren Einstiegshürde de facto verringern. Es kommt nicht selten vor, dass benutzerdefinierte Metadatenprofile für eine SDI erstellt wurden, aber niemand da ist, der über das Know-how für die Implementierung verfügt. | Benutzerfreundliche “Datenset-Profile” und eng gekoppelte Metadaten sorgen für eine intuitive User Experience und speisen maschinenlesbare, auf Standards basierende Metadaten ein. 3 | Verpflichten Sie Partner-Datenanbieter zur Einhaltung der obligatorischen Mindest-Metadaten. Führen Sie eine auf Standards basierende Metadatenrichtlinie gemäß den ISO-Normen ein, und nehmen Sie nur Erweiterungen und/oder Anpassungen mit Profilen vor, wenn es unbedingt erforderlich ist. Überlegen Sie, welche praktischen Anforderungen jedes Metadatenelement erfüllt, bevor Sie es mit benutzerdefinierten Profilen erweitern. Verwalten Sie Metadaten mit den Daten. |
| Open-Data- und FAIR-Data-Prinzipien | Datenkataloge, die sich nur schwer mit anderen Datenkatalogen verbinden lassen, sind ein Hindernis für Open-Data-Initiativen und FAIR-Prinzipien. | Die SDI sorgt dafür, dass offene Daten von jedermann nachgenutzt werden können und den FAIR-Prinzipien – Findable (Auffindbar), Accessible (Zugänglich), Interoperable (Interoperabel) und Reusable (Wiederverwendbar) – entsprechen. | Setzen Sie auf offene Daten. Verbinden Sie SDI-Geodaten und -Services mit Open-Data-Katalogen nach dem DCAT-Standard. Verfolgen Sie einen auf Standards basierenden Ansatz, um die Interoperabilität Ihrer Datenkataloge zu gewährleisten. Übernehmen Sie den weit verbreiteten DCAT-Standard in unveränderter Form, und nehmen Sie nur bei Bedarf Erweiterungen und/oder Anpassungen mit Profilen vor. |
| Bereitstellen neuer Funktionen | Organisationen, die viele Jahre in kostenintensive, komplexe Entwicklungsprojekte investieren, sehen sich oft mit Lösungen konfrontiert, die zu kompliziert in der Handhabung sind oder nicht den aktuellen Anforderungen entsprechen. | Die SDI verbessert kontinuierlich Ihre Karten, Apps, Services und Informationsprodukte, damit sie einen Mehrwert bieten und sich ändernden Anforderungen gerecht werden. | Verfolgen Sie einen Business-First-Ansatz, und arbeiten Sie mit Projektbeteiligten zusammen, um neue Funktionen in kurzen Iterationszyklen und regelmäßigen Abständen zu definieren, zu priorisieren und zu testen. 4 |
| Zunehmende Datenmenge und -geschwindigkeit | Durch Sensoren, KI und das Internet der Dinge (IoT) nehmen Menge und Geschwindigkeit der Daten zu. | Sich wiederholende manuelle Aufgaben erfordern wenig Zeit, Mühe und Konzentration, was die Gesamtproduktivität erhöht und das Risiko senkt. Dieser Effekt verstärkt sich mit zunehmender Anzahl der Aufgaben. | Automatisieren Sie Aufgaben, bei denen menschliches Versagen die Zuverlässigkeit und Konsistenz der Ergebnisse beeinträchtigen kann und bei denen langwierige Prozesse in kürzerer Zeit abgeschlossen werden können. 5 Planen Sie Aufgaben so, dass sie ohne menschliche Interaktion ausgeführt werden. |
| Standards und Interoperabilität | Mit benutzerdefinierten Profilen und Erweiterungen von Dateninhalten, Metadaten, Services und Codierungsstandards sind häufig unnötige Kosten und Anstrengungen verbunden. Benutzer (selbst SDI-Experten) haben oftmals Schwierigkeiten, Daten von verschiedenen Anbietern zu kombinieren, wenn benutzerdefinierte Spezifikationen das Arbeiten erschweren. In der Praxis können benutzerdefinierte Profile die Implementierungskosten und den Schulungsbedarf erhöhen und die Interoperabilität aufgrund einer hohen Einstiegshürde de facto verringern. Erweiterungen von Standards werden nicht von allen Softwareplattformen unterstützt. | SDIs setzen Prioritäten, indem zunächst die beabsichtigte Verwendung vorhandener Standardelemente in einer für Ihre Community üblichen Weise und/oder durch Profile geklärt wird, die keine Elemente hinzufügen, sondern die innerhalb der vorhandenen Standardelemente auszuwählenden Domänenwerte optimieren und standardisieren. | Verfolgen Sie eine auf Standards basierende Philosophie. Verwenden Sie offene und branchenübliche Standards, die sofort einsatzbereit sind und Ihre Geschäftsanforderungen mit Technologien ohne benutzerdefinierte Profile erfüllen. Nehmen Sie nur bei Bedarf Erweiterungen und Anpassungen mit Profilen vor. |
| Skalierbarkeit und Performance | Anwendungen und Services, deren Performance unzureichend ist oder die sich nicht für Nachfragespitzen skalieren lassen, können den Nutzen der SDI beeinträchtigen. | Die SDI erfüllt die spezifischen Anforderungen von GIS-Kernbenutzern auf verschiedenen Verwaltungsebenen, einer breiten Basis von internen Business-Nutzern (d. h.keine traditionellen GIS-Benutzer) sowie externen Anwendern wie Versorgungsunternehmen, Hochschulen und die breite Öffentlichkeit. | Implementieren Sie eine cloudbasierte und hybride (lokale und cloudbasierte) Architektur als nachweislich erfolgreichen SDI-Ansatz. Eine webbasierte Geodateninfrastruktur bietet Verfügbarkeit, Performance und Skalierbarkeit zu einem bezahlbaren Preis. Folgen Sie den Empfehlungen unter “Architecting the ArcGIS Platform” für anbieterverwaltete Dienste. |
| Vertrauen | Fehlende Transparenz und Offenheit, ungenaue und veraltete Daten sowie Sicherheitsbedenken untergraben das Vertrauen in die SDI. | Endbenutzer, die Ihren freigegebenen Inhalten vertrauen und sie weiterverwenden, kommen als Stammkunden zurück. | Setzen Sie auf eine Kultur nach dem Prinzip “Standardmäßig offen und nur geschlossen, wenn nötig” (aufgrund von Datenschutz- oder Sicherheitsbedenken). Stellen Sie eine sichere Plattform bereit. Implementieren Sie gängige Kerndaten Kontrollmechanismen im Hinblick auf die Qualität und Aktualität. |
| Barrierefreiheit, responsives Design und Suchmaschinenoptimierung (SEO) | Anwendungen, die die Richtlinien für Barrierefreiheit nicht erfüllen, sind schwer auffindbar oder auf Mobilgeräten nur eingeschränkt nutzbar. | Von der SDI bereitgestellte Karten und Anwendungen sind für jedermann zugänglich, für Mobilgeräte optimiert und auf einer Vielzahl von Suchplattformen leicht zu finden. | Wählen Sie Werkzeuge aus, die den Richtlinien für Barrierefreiheit entsprechen und die Erstellung von entsprechenden Karten und Apps erleichtern. Wählen Sie Werkzeuge aus, die automatisierte SEO-Techniken nutzen, um Ihre Daten und Anwendungen auffindbar zu machen. |
| Anwendungsentwicklung | Die Entwicklung von benutzerdefinierten Apps sowie der damit einhergehende Wartungs- und Schulungaufwand sind häufig mit unnötigen Kosten und Anstrengungen verbunden. | Die SDI stellt Funktionen bereit, die Ihre Geschäftsanforderungen mit Technologie erfüllen. Eine ideale Strategie minimiert die Kosten und optimiert den Einsatz von Entwicklungsressourcen. | Setzen Sie bei der Anwendungsimplementierung auf eine “Configure-First”-Philosophie. 6 Verwenden Sie Konzepte, die dem Prinzip des geringsten Aufwands folgen, um die Kosten und Anstrengungen zu reduzieren, die für die Bereitstellung und Wartung barrierefreier und responsiver Anwendungen für Ihre Benutzer erforderlich sind. Nehmen Sie nur bei Bedarf Erweiterungen und Anpassungen vor. |
Weitere Informationen zu den Herausforderungen, Erfolgsfaktoren und Empfehlungen für Ihr wachsendes SDI-Engagement.
INSPIRE Action 2017.2 Alternative Kodierung. Background and context, abgerufen im August 2020 ↩
Esri. 2024. Evolving SDI - Foundation Data: Data Management Patterns ↩
UN-GGIM IGIF-Daten – Anhang… ↩
Esri. 2020. Architecting the ArcGIS Platform: Best Practices, abgerufen am 17. August 2020 ↩
Esri. 2020. Architecting the ArcGIS Platform: Best Practices, abgerufen am 17. August 2020 ↩
Esri. 2020. Architecting the ArcGIS Platform: Best Practices, abgerufen am 17. August 2020 ↩