<Term term=geospatial-infrastructure></Term>Durch moderne Web-GIS wird ein Paradigmenwechsel von hierarchischen zu vernetzten SDI-Paradigmen ermöglicht, wobei sich der Schwerpunkt von den Daten auf die Endnutzer verlagert und Daten in digitalen Ökosystemen genutzt werden, die durch eine verteilte und integrierte Geodateninfrastruktur ermöglicht werden.
Geospatial-Communitys of Practice von heute sind bestrebt, sich durch gemeinsame Governance, Richtlinien und Strategien zu einem System von Systemen zu verbinden:
Räumliche Ökosysteme entstehen ganz von selbst, wenn Menschen, Organisationen, Technologien, Daten und Prozesse immer stärker miteinander vernetzt werden. Der Begriff “Ökosystem” steht für von Natur aus komplexe und vernetzte Systeme und ist daher für uns sehr aufschlussreich.
Natürliche Ökosysteme können als Modell für räumliche Ökosysteme dienen. In der Natur bestehen Ökosysteme aus vielen verschiedenen Organismen, Populationen und den Nährstoffen und Prozessen, die sie im Gleichgewicht halten und erhalten. Ökosystemservices stellen die praktischen und kulturellen Aspekte dar, die zu Wohlbefinden und Lebensqualität beitragen. Der Begriff “Umwelt” umfasst sowohl andere Organismen als auch die physische Umgebung.
Ökosystem: ein abstraktes Konzept und ein Modell aller Teile und der entsprechenden Interaktionen.
In räumlichen Ökosystemen bilden Menschen und Organisationen zusammen sogenannte Communitys of Practice. Sie werden durch die jeweilige Technologieumgebung ermöglicht, durch Inhalte unterstützt und durch Prozesse beeinflusst. Dabei entstehen Beziehungen zwischen Individuen und Organisationen innerhalb einer Population und zwischen Communitys.

Die Geodateninfrastruktur einer einzelnen Organisation wird häufig zu einem Knoten in einem größeren Ökosystem – einem “System von Systemen”, bei dem der öffentliche und sichere Austausch und eine entsprechende Zusammenarbeit zu den wichtigsten Aspekten gehören.[^1] Die Verflechtung verschiedener natürlicher und physischer Systeme zeigt, dass die entsprechenden Daten über diese Systeme (ihr digitaler Zwilling) organisationsübergreifend integriert werden müssen.

Ökosystemleistungen sind das natürliche Kapital, das direkt und indirekt zu Wohlbefinden und Lebensqualität beiträgt.
In natürlichen Ökosystemen sorgen sie für:
In räumlichen Ökosystemen tragen Programme, Initiativen und Projekte direkt und indirekt zum menschlichen Wohlbefinden und zur Lebensqualität bei. Zum natürlichen Kapital von räumlichen Ökosystemen gehören:

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In unseren räumlichen Ökosystemen wird die reale Welt modelliert, die unsere grundlegenden Bedürfnisse erfüllen muss, zu denen folgende zählen:

Das Wort Ökologie stammt von dem griechischen Wort oikos und bedeutet “Haushalt”, “Heim” oder “Wohnort”1. Ökologie ist somit die Lehre von dem Ort, an dem wir leben.
Wir wissen von der Natur, dass gesunde Ökosysteme wichtig sind – sie sind die Grundlage für das Überleben aller Lebewesen.2 Der Mensch ist auf Pflanzen und Tiere angewiesen, um sich zu ernähren. Wir müssen andere Organismen kultivieren und pflegen, um existieren zu können.
Gesunde räumliche Ökosysteme sind ebenfalls wichtig.
Ein ökologischer Ansatz kann dazu beitragen, dass sich SDI weiterentwickeln. Wir stehen erst am Anfang. Gemeinsam machen wir heute viele Dinge richtig und entwickeln uns ständig weiter. Wir sind uns aber auch bewusst, dass es eine ganze Bandbreite an Ausgereiftheit3 und unterschiedliche Wissensstände bei den SDI sowie bei den thematischen Initiativen zur Unterstützung der SDI weltweit gibt, wobei es sich bei den SDI um lokale, nationale oder globale SDI handeln kann.
Durch die Untersuchung der Interaktionen zwischen räumlichen Ökosystemen können wir spezifische Möglichkeiten zur Vernetzung ausfindig machen und künftige Interventionen vorschlagen, um eine produktivere und nachhaltigere Grundlage für alle und überall zu schaffen.4
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