ServiceNow ist eine cloudbasierte Plattform, die das IT-Servicemanagement, den Betrieb und die Workflows über Unternehmenssysteme hinweg optimiert. Viele Organisationen, die ArcGIS nutzen, sind ebenfalls ServiceNow-Benutzer für verschiedene Workflows. Da es sich um ein zentrales Business-System auf Unternehmensebene handelt, möchten viele Organisationen Workflows und Daten zwischen ArcGIS und ServiceNow durch verschiedene Muster integrieren. Die unten aufgeführten Optionen bieten eine Orientierungshilfe hinsichtlich der Integrationsmuster von ArcGIS und ServiceNow und geben Aufschluss darüber, ob Standardlösungen verfügbar sind oder welche Konzepte bzw. Ansätze zu empfehlen sind.
ServiceNow-Administratoren und -Designer können eine Vielzahl von UI-Komponenten entwickeln, um ihre Workflows zu erledigen. Ein Integrationsmuster, das erfolgreich sein kann, ist die Verwendung von HTML-Komponenten<iframe>, um eine ArcGIS-Webanwendung einzubetten, entweder eine konfigurierbare App wie eine ArcGIS Experience Builder-Anwendung oder eine benutzerdefinierte Anwendung, die mit dem ArcGIS Maps SDK for JavaScript entwickelt wurde. Diese Anwendungen unterstützen oft URL-Parameter, die dynamisch in der ServiceNow-Schnittstelle definiert werden können, sodass die Karte beim Laden für einen bestimmten Standort bzw. Interessensbereich vorkonfiguriert wird oder ein bestimmtes Feature oder Objekt auf der Karte angezeigt wird.
Ein weiteres Integrationsmuster für den Zugriff auf ArcGIS-Inhalte aus ServiceNow besteht darin, die Funktion ServiceNow Integration Hub zu nutzen, um entweder eine REST-Nachricht basierend auf einer ServiceNow-Aktion zu senden oder einen Remote-REST-Service abzufragen, um Daten zurückzugeben, mit denen sich ServiceNow-Datensätze hinzugefügen oder anreichern lassen. Dieses Muster kann verwendet werden, um einen ArcGIS Geocoding Service oder einen Feature-Layer nach räumlichen Kontextinformationen abzufragen. Die Attributierung oder Geometrie wird mit dem ServiceNow-Objekt gespeichert, nachdem die REST-Antwort eingegangen ist.
Benutzer, die hauptsächlich in ArcGIS arbeiten, nutzen möglicherweise ebenfalls Workflows, die von ServiceNow-Daten oder Attributierung profitieren würden. Es gibt verschiedene Muster, um ArcGIS-Schnittstellen mit ServiceNow-Daten zu verknüpfen, beispielsweise die hier vorgestellten.
Es kann ein individueller Datenfeed entwickelt werden, um direkten Feature-Layer-Zugriff auf spezifische ServiceNow-Datasets zu ermöglichen. Je nach Komplexität der ServiceNow-Assets oder -Datensätze lassen sich mehrere Layer konfigurieren, und die Bearbeitung kann mit ausreichendem Planungs- und Entwicklungsaufwand unterstützt werden.
Eine benutzerdefinierte Maps SDK for JavaScript-Anwendung oder eine andere mit einem ArcGIS Maps SDK entwickelte Anwendung, wie z. B. eine ArcGIS Pro-Plug-in-Datenquelle, kann einen benutzerdefinierten Layer erstellen, der ein Dataset oder einen Endpunkt von ServiceNow abfragt. Diese Abfrage ergibt möglicherweise auch Daten, die einem Pop-up oder einer Schnittstelle innerhalb der Anwendung hinzugefügt werden können.
Ein auf Python basierendes ETL kann von ServiceNow mit der ServiceNow-Python-API abgerufen werden, was die Authentifizierung und Entwicklerproduktivität beim Zugriff auf ServiceNow-APIs unterstützt. Python-Code lässt sich über ArcGIS Pro ausführen oder als Teil eines automatisierten oder geplanten Prozesses mit ArcGIS Notebooks in ArcGIS Online oder ArcGIS Notebook Server.
Esri hat ein Demovideo über die Zusammenarbeit von ServiceNow und ArcGIS Workflow Manager vorbereitet, bei der REST-Anforderungen zwischen den Systemen verwendet werden. Der logische Ablauf dieser Demonstration lautet wie folgt:
Bei der Ereigniserstellung in ServiceNow wird eine Anforderung an den Workflow Manager createJob-Endpunkt gesendet, mit einer Nutzlast und einer Ereignis-ID.
Der Workflow Manager-Auftrag ist dann so konzipiert, dass er ServiceNow nach weiteren Details zum Ereignis abfragt (mittels einer separaten REST-Anforderung) und anschließend verschiedene Schritttypen durchläuft, einschließlich Benutzeraktionen, um zu überprüfen, ob ein Ereignis geschlossen werden kann.
Wenn das Ereignis im Workflow Manager gelöst ist, sendet ein separater Webanforderungsschritt eine weitere Anforderung zurück an ServiceNow, um den Ereignisstatus so zu aktualisieren, dass der Ablauf des Workflows abgeschlossen ist.
Dieses Muster der wechselseitigen Integration verdeutlicht die Flexibilität und Leistungsfähigkeit von ArcGIS Workflow Manager und lässt sich auf verschiedene Integrationsanforderungen oder Situationen übertragen, in denen ServiceNow und ArcGIS zusammenarbeiten müssen, oder an diese anpassen.
Ein weiteres Beispiel für eine auf einem Workflow oder einer App basierenden Integration ist die Möglichkeit, zwischen einer mobilen ServiceNow-Anwendung und einer mobilen ArcGIS-Anwendung wie Field Maps zu wechseln. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, mit ServiceNow-Services und -Funktionen auf einem mobilen Gerät zu arbeiten, von responsiven Websites bis hin zu dedizierten nativen Anwendungen.
In jedem dieser Szenarien ermöglicht der Einsatz von Deep-Linking durch App-spezifische URIs einem Benutzer, von einer ServiceNow-Schnittstelle zu einer ArcGIS-Mobilanwendung zu wechseln und dabei Feature- oder Asset-spezifische Identifikatoren zu nutzen, um direkt zu einem Feature zu zoomen oder einen Bearbeitungs-Workflow zu starten. Deep Linking wird von ArcGIS Field Maps und ArcGIS Survey123 unterstützt.